Ein Film über das Leben und Überleben in einem der größten
intakten Öko-Systeme der Welt. Die Okavango-Kalahari Region ist ein afrikanisches
Vermächtnis, das der Film mit Realitätssinn und mit einem handfesten
Gespür für Abenteuer entdeckt.
Die Dokumentation führt durch das mächtige Okavango-Delta, eine symbiotische
Welt aus Wasser und Land, die sich von Botswanas Norden bis in die Kalahari ausdehnt
und dort im Sand der Wüste versickert.
Das Binnendelta: Eines der letzten Naturparadiese der Erde wird aus den anschwellenden
Fluten des Okavango-River gespeist. Der alljährlich wiederkehrende Zyklus
der Überschwemmung ist eines der großen Naturwunder der Erde.
Auf der Höhe der Flut erstrecken sich die Papyrus- und Schilfrohrsümpfe
des Deltas auf eine Weite von 15.000 Quadratkilometern, bevor fast alles Wasser
wieder verdunstet. Die größte Oase der Welt, die sich ständig
neu erschafft, ist eine der wildreichsten Regionen der Erde.
Nur die Nashörner sind aus diesem Naturparadies verschwunden. Wilderer haben
den Bestand der Nashörner auf dem ganzen Kontinent beinahe ausgelöscht.
Wir begleiten ein wissenschaftliches Projekt, welches das Weiße Nashorn
im Moremi Nationalpark im Herzen des Deltas wieder heimisch macht. Die aufwändige
Arbeit wird von zahlreichen Rückschlägen begleitet. Zwei der ausgesetzten
Nashörner wurden bald darauf von Wilderern erlegt. Die Tiere, deren Hörner
auf dem Schwarzmarkt über zehntausend Dollar bringen, sind schwer zu beschützen.
Wir besuchen die Hambukushu, die Batswana, und die anderen Völker des Okavango-Deltas.
Der Naturschutz schneidet tief in ihren Alltag. Die Löwen bedrohen ihr Leben;
die Büffel, die Elefanten und nun erneut die Nashörner gefährden
ihre Ernten. In einem Pilotprojekt erteilt die Regierung von Botswana den Gemeinden
limitierte Abschusslizenzen für Großwild, die sie an Jäger aus
dem Ausland vermarkten können. Die Einnahmen sollen sie dazu bewegen, die
Belange des Naturschutzes in Zukunft zu respektieren.