Grönland, eine Insel am Rande der bewohnbaren Welt: Nicht einmal sechzigtausend
Einwohner teilen sich eine Landfläche, die siebenmal größer als
Deutschland ist. Die weltgrößte Insel, drei Viertel davon bedeckt von
einer kilometerdicken Eisschicht. Grönland im Sommer bietet mehr als Schnee
und Kälte: Ein unvergessliches Reise-Erlebnis!
Ilulissat, die Stadt am Eisfjord: Ihre Lage über der Disko-Bucht gleicht
einem Weltwunder. Der benachbarte „Jakobshavn-Gletscher“ schiebt die
größten Eisberge der nördlichen Halbkugel ins Meer. Es ist der
aktivste Eisfjord der Welt: Das Eis, das er täglich ins Meer schiebt, könnte
New York ein ganzes Jahr mit Trinkwasser versorgen. Es leben weit mehr Schlittenhunde
als Menschen in Ilulissat: Ihr wolfsähnliches Geheul ist in jedem Winkel
der Stadt zu hören. Über siebentausend Hunde übersommern im Stadtgebiet
an langer Kette, harren ihrer schweren Aufgabe im grönländischen Winter.
Auf Smillas Spuren – eine Bootstour an den Rand des Eises. „Smilla“,
so wurde das Boot getauft, nachdem der Spielfilm „Fräulein Smillas
Gespür für Schnee“ in der Disko-Bucht abgedreht wurde. Das Boot
dringt vor durchs Eismeer – bis zur kilometerlangen Wand des Gletschers.
Eine Wand aus Eis, achtzig Meter hoch. Fast geräuschlos nähert sich
die „Smilla“, um nicht im falschen Moment durch Motorengeräusche
den Eisbruch herauszufordern. Erst in weiterer Entfernung hoffen alle an Bord,
dass sich ein Stück Eis vom Gletscher löst. Dann plötzlich steigert
sich ein dumpfes Grollen zu einer Detonation. Der Gletscher kalbt! Tonnenschwere
Eismassen sinken ins Meer – begleitet von einer Flutwelle.
Zu Gast bei den Fischern von Ikerasak: Ein kleines Fischerdorf, abgelegen, nur
einmal die Woche vom Postschiff angesteuert. Die Menschen aus Ikerasak sind mindestens
ebenso neugierig auf ihren Besuch wie die Besucher auf ihre Gastgeber. Eine spannende
Begegnung mit den warmherzigen Inuit und eine aufregende Seehundjagd.