„Unter Zucker“ stellt Menschen mit Diabetes hautnah vor. Ihre Ängste,
ihre Hoffnungen und ihren völlig veränderten Alltag, den die manchmal
lebensbedrohliche Erkrankung geschaffen hat. Für Betroffene ist die Diagnose
ein Schock. Wie schaffen sie es, ihren Alltag dem Diabetes anzupassen? Wie lebt
man mit der täglichen Spritze?
Für immer mehr Menschen geht ohne das lebensrettende Insulin nichts mehr.
Selbst kleine Kinder kann es erwischen, wie die zweijährige Thea. Für
die Eltern kam alles völlig unerwartet. Das Leben der ganzen Familie musste
auf den Diabetes des Kindes eingestellt werden. Eine Überdosis oder ein Vergessen
der Spritzen kann für das kleine Mädchen fatal sein.
Bei René wurde vor 10 Monaten ein Diabetes diagnostiziert. Endlich, denn
über Jahre hinaus wurde er falsch behandelt. Das Resultat: Der Pariser ist
zu 80 % blind, und demnächst muss ein Fuß amputiert werden. Das hätte
durch Früherkennung und konsequente Blutzuckereinstellung verhindert werden
können. So war der ehemalige Verkäufer von heute auf morgen arbeitsunfähig.
Er hat den Schuldigen an seiner Krankheit längst ausgemacht: jahrelange Fast-Food-Ernährung.
Glück im Unglück hatte dagegen die 16-jährige Lysanne. Auch bei
ihr wurde der Diabetes eher durch Zufall entdeckt und dann endlich richtig behandelt.
Und wie bei René ist die Grundlage der erfolgreichen Behandlung erst einmal
eine komplette Ernährungsumstellung.